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Arbeiten mit Seitentypen
Bei der Gestaltung von Seitentypen fängt man üblicherweise auf der Content-Ebene an (bottom-up), da die Inhalte die Vorgaben an Umfang und notwendiger Skalierbarkeit für das Raster vorgeben.
Das entspricht allerdings leider nicht dem Weg, wie man Kunden Seitentypen oder Layouts präsentiert. Hier wählt man meistens den top-down-Ansatz und beginnt mit populären Indexseiten, wie der Startseite.
Wie man Seitentypen erstellt und was man dem Kunden präsentiert hängt hauptsächlich von der Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen, insbesondere der Grafik, ab.
Direkte Zusammenarbeit mit Grafik
Die einzelnen Seitentypen entstehen im Dialog als Skizzen und werden direkt als Layouts umgesetzt. Auf die Erstellung von Seitentypen als eigenständiges Dokument kann man in diesem Fall komplett verzichten.
Vorteile:
- Der Kunde muss nicht den Umweg über die relativ abstrakten Darstellungen gehen, sondern bekommt gleich zu Beginn Layouts zu sehen.
- Die Grafik kann sich ab Beginn stark mit Ideen einbringen und wesentlich am Gesamtkonzept mitwirken.
- Der Arbeitsaufwand für die Erstellung von Seitentypen in einem Dokument entfällt.
Nachteil:
- Grafiker und Konzeption "müssen" eng zusammenarbeiten (können).
Dieses Modell ist nur für feste Teams geeignet, die diesen Arbeitsprozess beherrschen. Also für Agenturen oder Freelancer in gemischten Netzwerken.
Indirekte Zusammenarbeit mit Grafik
Die Konzeption erstellt die Seitentypen, präsentiert sie gegebenenfalls vor dem Kunden und gibt das abgestimmte Dokument an die Grafik. Oder gibt sie direkt an die Grafik und dem Kunden werden nur Layouts präsentiert.
Vorteile:
- Klare Schnittstellen.
- Konzeption und Grafik können unabhängig voneinander arbeiten.
Nachteile:
- Grafik steigt im Prozess später ein und kann sich nur vermindert einbringen.
- Arbeitsaufwändig.
- Kunde muss sich mit abstrakten Seitentypen auseinandersetzen. Oder im zweiten Fall: Jede Unterseite muss schon während der Abstimmung gestaltet werden.
Zusammenarbeit mit Technik
Nur in besonderen Fällen macht es Sinn, dass sich die Technik mit Seitentypen auseinandersetzen muss. Es hängt dabei insbesondere davon ab, ob es aufwändiger ist erklärende Seiten im Layout zu gestalten oder als Seitentyp zu bauen. Bei der Beschreibung von Prozessen kann es daher sinnvoller sein, wenn die Konzeption ein Dokument für die Erläuterung der technischen Umsetzung aufsetzt, da sie die Prozesse gestaltet. Der Zwischenschritt über die Grafik kann umgangen werden, so lange die Teilschritte nicht mit dem Kunden abgestimmt werden müssen.
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Die aktuelle Version des Handbuchs für Konzeption als PDF zum downloaden.