Studien und Rankings    

Das Ergebnis eines Marktforschungsprojektes bezeichnet man als Studie. Für eine Studie werden mit verschiedenen Methoden Daten erhoben und zu einer Aussage über einen Themenkreis zusammengeführt.
Eine Studie beschreibt daher in den meisten Fällen einen momentanen Zustand. Auf der Basis dieser Standort- und Tendenzenbestimmung werden im Marketing Entscheidungen getroffen.

Ein Teilergebnis von Studien sind Rankings. Anhand von definierten Kriterien werden dabei Themenfelder (z. B. Unternehmen, Internetseiten, Produkte, ...) miteinander verglichen und in Form einer Hitliste dargestellt.

Studien helfen Ihnen in der Konzeption Entscheidungen, die Sie in der Umsetzung bezüglich des Kommunikationszieles und der Zielgruppe getroffen haben, zu belegen oder zu untermauern.

Es gilt dabei allerdings zu beachten, dass nicht jede Studie optimal auf Ihre Anforderungen zutrifft.
Studien zeichnen sich immer durch folgende Kriterien aus:

  • Auftraggeber
    Wer hat die Studie in Auftrag gegeben?
  • Durchführender
    Wer führt die Studie durch?
  • Themenkreis/Ziele
    Was ist die Intention der Studie?
  • Methode
    Auf Basis welcher Methode wurde die Studie durchgeführt?

Diese Parameter müssen bei der Verwendung einer Studie immer berücksichtigt und eventuelle Differenzen zur eigenen Zielstellung oder zur anderen Positionierung des Auftraggebers ausgeglichen werden.

Anmerkung

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Studien, die von Beratungsunternehmen oder Agenturen oft sogar kostenlos angeboten werden. So findet sich bestimmt für jede absurde Vorstellung auch eine Zahl, die sie belegt.
Allerdings hat niemand etwas zu verschenken und so muss man sich die Frage stellen, warum Unternehmen kostenlose Studien heraus bringen?
In den meisten Fällen werden damit neue Geschäftsfelder bespielt respektive eigene Leistungen hervor gehoben. Die Studien sind also nichts anderes als Werbung in eigener Sache.

So gibt es eine Vielzahl von Rankings, in denen Firmenwebseiten nach beliebigen Kriterien bewertet werden.
Wenn man als Beispiel den Investor Relations-Bereich betrachtet gibt es umfangreiche Kriterien, die von der interaktiven Kursanzeige über Kontaktschnelle bis zu einer Onlineversion des Geschäftsberichts gehen. Der Nutzen für den Kunden ist teilweise fraglich und auch die Nutzungszahlen rechtfertigen selten den Aufwand.

Prüfen Sie daher immer den Absender einer Studie oder eines Rankings und gehen Sie ruhig ins Detail. Da versteckt sich oft nicht mehr als die Arbeit eines Werkstudenten.

In Unternehmen haben diese Rankings allerdings einen erstaunlich hohen Stellenwert. In vielen Abteilungen dienen sie als Rechtfertigung ihres Tuns und seltsamerweise wird der Glaube an die Rankings größer, je größer das Unternehmen ist.

Das Beste ist es daher immer noch, Ziele und Zielgruppe klar im Auge zu behalten und lieber Geld und Zeit in eigene Untersuchung zu investieren oder – noch besser – den direkten Kontakt zu suchen als sich auf fremde Analysen zu verlassen.
Allerdings spricht natürlich auch nichts dagegen sich von den Studien oder einem Ranking inspirieren zu lassen oder eine passende Zahl zur Herleitung einer Aussage zu verwenden.

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