Hab ich schon gelesen. Als ich 12 war.
Dienstag, 14. September 2010Da gibts ein Dorf. Das globale Dorf. Und durch dieses Dorf wird regelmäßig ein bunter Hund getrieben. Und dieser bunte Hund ist diese Woche die Partnersuche per Lieblingsbuch.
Die Idee über ein Lieblingsbuch ins Gespräch zu kommen ist natürlich bestechend. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich für verschiedene Momente – ich will jetzt nicht sagen Frauen – schon mal verschiedene Lieblingsbücher aus meinem Kopf krame. Sind wir mal ehrlich: der Zweck heiligt das Buch.
Alikewise.com (dating by the book) folgt nun, wie die SZ berichtet, genau dieser Idee und wenn man sich auf der Seite umblickt… also da ist Betrieb. Da lohnt es sich doch mal hinter dem Schrank hervor zu kriechen und mal zu kucken, was die anderen so als Lieblingsbuch haben.
Tief in mir entdecke ich dabei noch das Anliegen Leuten, die “A catcher in the Rye” als ihr Lieblingsbuch bezeichnen, zu sagen: “Gehen sie mal beim nächsten Buchhandlungsbesuch eine Abteilung weiter. Es gibt auch Bücher für Erwachsene”. Nur als Provokation natürlich… Um sie kennenzulernen. Als Masche sozusagen.
Ganz davon abgesehen, dass mich die Grundidee auch irgendwie irritiert. Weil unter meinen Exen wäre dann wahrscheinlich der muffige Verkäufer aus dem Comicshop, neben der Krimitante mit den leicht lila Haaren aus dem Buchantiquariat und dieser netten, adretten Dame aus der S-Bahn, die seltsamerweise immer grob das liest was ich gerade lesen will oder eben gelesen habe. Also eigentlich machts mir Angst. Oder es ist mir suspekt. Aber kalt lässt es mich nicht.
Man kann es ja machen wie Art Garfunkel (von Simon & Garfunkel): der hat auf seiner Internetseite jedes Buch gelistet, das er gelesen hat. Seit Juni 1968. Also da sollte man wirklich irgendwie ins Gespräch kommen können.




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