Archiv für die Kategorie „Ich, offline“

Ich, offline… bei meinen Eltern

Donnerstag, 1. Juli 2010

Seit Jahr und Tag hing bei meinen Eltern im Treppenaufgang so eine Pinnwand, bei der man mit Reißzwecken was hinhängen konnte. Und seit meiner frühesten Kindheit kann ich mich nie daran erinnern, dass da mal irgendwas auch nur halbwegs seltsames dran hing.

Jetzt gab es allerdings einen Relaunch der Pinnwand und aus einem offenen System, wo jeder etwas beitragen konnte, wurde ein geschlossenes System für die hoheitlichen und salbungsvollen Anweisungen der Marketingabteilung Hausverwaltung.

Das interessiert die Community allerdings nicht die Bohne. Die publiziert trotzdem fröhlich weiter. Sogar als Interstitial auf der Startseite (rechts oben) und mittlerweile ist wohl auch dem Hausmeister das CMS-Passwort entfallen. Jetzt postet er halt selber als Interstitial (rechts unten).

Ich, offline: urlaublicher Kalaueralarm

Dienstag, 5. Januar 2010

Das sitz ich offline in der Gegend rum, blättere semi-desinteressiert in so offline-Dingsbumsdinger - Zeitung oder so, hieß das - und entdecke die Zukunft: Web-Hosen. Ja hat man denn nicht mal mehr beim Sporteln seine Ruhe?

Was kommt da wohl als nächstes? Web-Stühle? Netz-Strumpfhosen? Das ist doch alles für Warm-Browser…

Web-Hose

Ich offline… nee, quatsch, der Flo

Dienstag, 15. Dezember 2009

Der Flo, der hier alles macht und baut und tut ist gerade zusammen mit DEM Stefan Niggemeier in Berlin am Schlesischen Tor über die Ampel gegangen. McLuhan wussts: Die Welt/Deutschland/Berlin/Kreuzberg ist wahrlich ein Dorf.

Auch informationsüberflutet?

Sonntag, 29. November 2009

Diese unfassbar vielen Informationen, News, Nachrichten, kurze Sätze, schreiende Headlines. Diese Schnelligkeit und dieser maßlose Überfluß. Wer soll nur all das lesen? Diese millionen Artikel, Beschreibungen, Bilder, Reportagen.Und der RSS-Reader ist wieder mal überfordert?

Dann sprechen Sie doch einfach das gute alte Servicepersonal an (der nette Herr in der Mitte des Bildes).

(Bild unter CC-Lizenz via flickr von jrmyst)

Dagegen

Freitag, 27. November 2009

Ich schreibe jetzt hier einen Artikel, der nichts mit dem Thema dieses Blogs zu tun hat, der überhaupt nichts mit dem Internet zu tun hat, der auch keine Querschlüsse zulässt oder einen sonstwie weiter bringt. Ich muss es nur sagen und darum sag ichs hier:

Ich persönlich bin gegen diese tragbaren Laubgebläseteile, die anscheinend den Besen ersetzen. Erstens stinken die wie ne Horde Mofas, zweitens machen die Lärm wie ne Horde Mofas und drittens bezweifle ich ich ernsthaft, dass mann (diese hausmeistenrnden Ex-Mofafahrer) damit schneller, oder bequemer voran kommt als mit einem Besen. Weil wenn man jedes nasse Blatt erstmal trocken föhnen muss, um es dann grob in die Richtung der anderen zu pusten, um dann ja keinen Haufen hinkriegen zu können, weil der verpustet ja sonst immer… Also ich lehne das ab. Aus quasireligiösenGrunden. Basta.

Vieles wollen …

Donnerstag, 23. Juli 2009

Also es gibt ja Internetseiten die wollen ein Shop sein und eine Community und ein Forum und eine fett überzeugende Marketingmaßnahme und massig Leads generieren und alles übersichtlichst und doch knallflashigst zu sein.

Und die schmecken dann so wie dieser Saft:

Der Glascontainer (4) - Heute: Content und Teaser

Montag, 20. Juli 2009

Es ist im Internet wie im richtigen Leben, wo der Content da ist der Teaser nicht weit. Und wenn man will, dass es für den User einfach ist mit dem Content und seiner Generierung, dann kümmert man sich um die Usability.
Auf dem folgenden Bild gibt es ein besonders schönes Beispiel von der Verknüpfung von Teasern und Content. Rechts die Generierung, links die Teaser und direkt davor der Parkplatz. Wenn das mal nicht praktisch ist.

Die beiden Teaserflächen sind wunderschöne Beispiele ihrer Gattung:

Erstens: die offene Teaserfläche
Da kann eigentlich jeder hinhängen was er will, riskiert aber auch immer, dass er für einen neuen Teaser weichen muss. Im Gegensatz zum Internet geht das nicht nur allein chronologisch, sondern auch nach persönlichen Vorlieben. Wenn meiner Ansicht nach der Flohmarkt egal ist hänge ich halt da was drüber. Oder noch verfuchster: ich hänge es nur über einen Teil. Außerdem kann ich auch schnell im Vorbeigehen was abreissen wenns mich nervt. Hat seine Vor- und Nachteile.

Zwotens: Die geschlossene Teaserfläche
Direkt daneben befindet sich die geschlossene Teaserfläche der katholischen Pfarrgemeinde. Hier werden - sozusagen zentral (bzw. von oben) gesteuert - nur ausgewählte Teaser präsentiert. Das schafft Raum. Ist aber “thematisch” etwas eingeschränkt.

Aber es ist wie es immer ist: dort wo nur wenige Leute die Kommunikation steuern sind echte Perlen möglich (Natürlich auch genau das Gegenteil.). Denn mein absoluter Lieblingsteaser hängt regelmäßig auf der Teaserfläche der katholischen Pfarrgemeinde.
Das besondere an diesem Teaser: er will mich nicht dazu verleiten etwas zu kaufen, wo hinzugehen, mit irgend etwas Kontakt aufzunehmen sondern er ist einfach primär mal schön.
In diesem Rahmen kann man selbst diesem Teaser natürlich Hintergedanken unterstellen aber das schöne ist: die kann man beim ansehen auch einfach ignorieren, weil der Inhalt zählt am Ende immer mehr als der Rahmen.

Ich, offline, mit der Zielgruppe!

Sonntag, 28. Juni 2009

Gestern war ich am (s.u. Merzi!) auf’m Tollwood (oder sagt man “auf”, “im”, “beim”?). Hab mir da ein Konzert angekuckt, war davor in der Budenstraße stöbern, hab natürlich was quatschiges gekauft und zwar Teepflanzen/-blumen, die im heissen Wasser öffnen und danach noch eine Woche als Dekorationsobjekt rumstehen und -stauben. Und  nach dem Konzert noch lauschig in der Nacht ein Bier getrunken. In Summe also das Übliche.

Der Unterschied war diesmal nur: All die anderen, die da mit mir durch die Buden geisterten, im Konzert in eine Richtung kuckten und hörten, die sich noch ein Bier im lauschigen Nachthimmel gönnten. Oder auch zwei. Die alle waren vor einem Jahr meine Zielgruppe. Da habe ich nämlich zusammen mit Patrick Koetter und seiner Agentur state of mind den Internetauftritt von Tollwood ge-relauncht (, wie man so schön sagt). Ich muss es zugeben: ich konnte mich nur wenig locker machen. Am liebsten hätte ich jeden zweiten gefragt, ob er auf der Seite war, wie er es fand, ob er alles fand. In meinem (Arbeits-) leben war ich noch nie so eingekeilt zwischen der Zielgruppe. Ich war ja selber einer. Ich war Zielgruppe. Toll.

Ich, offline - Heute: Der Glascontainer (3)

Montag, 4. Mai 2009

Mein liebster Glascontainer 3
Der Unterschied zwischen einem Glascontainer und dem Internet ist der (fast) unbegrenzte Platz. Vor einer Terabyte steht heute niemand mehr staunend, eher vor dem Berg an Daten, die er/sie da drauf vergraben hat in - hoffentlich - schlauen Strukturen.
Diese Unbeschränktheit ist Nachteil und Vorteil zugleich. Der Nachteil ist da u.a. die schon besprochene Findbarkeit von Daten. Amazon hingegen nutzt diese unendliche Erweiterbarkeit als Vorteil für Privatleute und erlaubt das Einstellen von eigenen Artikeln. Was der Internethändler da betreibt nennt man heute fachmännisch “The long Tail” oder auch zu deutsch: “Der lange Schwanz“, nach einem Buch von Chris Anderson, indem er beschreibt wie das Nischengeschäft sich durch das Medium Internet entwickelt. Insbesondere, da Amazon die Produkte nicht mal mehr lagern muss. Das übernimmt ja der einzelne Händler brav zuhause. Und alle haben damit eines erkannt, was die Menschheit schon vor Jahrtausenden wusste: Kleinvieh macht auch Mist.

Der Glascontainer ist leider nicht skalierbar und es gibt keine Möglichkeit an Peaks wie Silvester mal schnell einen Container dazu zu schalten. Geschweige denn, dass irgendjemand an seinem generierten Content noch irgend ein Interesse hätte. Da kann man dann nur hoffen, dass der User sich so verhält wie von Amazon auch erwünscht und seinen Müll brav daheim lagert. Oder einen Container weiter fährt. Was Amazon gar nicht passen würde.

Himmel, immer sauber die Navi benamen, wenn sie ein call-to-action sein soll

Mittwoch, 1. April 2009

Der Filmindustrie gehts schlecht. Aber wen wundert das bitte, wenn sie es nicht einmal schaffen ihre Navigationspunkte vernünftig zur Grafik zu benamen. Mein privater Höhepunkt diesbezüglich (und das ist nur ein Beispiel von gaaaaanz vielen):
The Bildbenamer of Hazard

Sie sehen auf diesem Bild (von - vermutlich - links nach rechts)
mit Bart: Johnny Knoxville (ähh, nee)
der Typ im roten Hemd: Seann William Scott (ja also eher nicht)
und die nette Dame: Jessica Simpson (Stimmt!)
Die zwei Typen rechts stehen darunter, weil der Dussel von Grafiker oben die Namen zu groß geschrieben hat. Hat ihm ja keiner gesagt, dass da fünf Personen zu sehen sind. Und zwar sind das:
im schwarzen Shirt: Burt Reynolds (mhm)
und der Gringo im weißen Anzug: Burt Reynolds (auch nicht)

Oder anders (von rechts nach links):
der Typ im weißen Anzug: Jessica Simpson (unwahrscheinlich)
der Grinsemann im schwarzen Shirt: Seann William Scott (Stimmt!)
die Dame in der Mitte: Johnny Knoxville (sehr gelacht)
dann noch im roten Hemd: Willie Nelson (das würd ihm so passen, dem Willie)
und ganz aussen: Burt Reynolds (das würd ihm nicht passen, dem Burt)

Und jetzt kommt die Höllenmathematik.
Selbst in der dritten Option stimmt genau eine Lösung:
Nimmt man die oberen drei als die vorderen drei stimmt Herr Knoxville.
Herr Reynolds und Herr Nelson stimmen leider nie. Die Armen.

Ich denke man muss wirklich lange tüfteln bis man das hinbekommen hat, dass aus jeder Leserichtung immer nur einer stimmt.

Und bevor mich jetzt noch jemand wegen Benutzung eines Posters verklagt: Ganz toller Film übrigens. Unbedingt ankucken. Echt. Also voll in echt. Also so richtig voll in echt, ey.