Archiv für die Kategorie „Der Tag vergeht“

Geschäftsidee für umme #5

Dienstag, 20. Juli 2010

Ich hätte bitte gerne eine App, die mir hilft Apps zu finden, die ich brauche(n könnte). Alternativ eine App die Bestellungen für Apps aufnimmt.

Auf gut deutsch: Wann kommt endlich die Bedienung?!

Daran glauben wir nicht (mehr)

Montag, 19. Juli 2010

An die Gleichzeitigkeit von guter Politik in den Abteilungen und gutem Konzept. Das Internet ist einfach nur in den seltensten Fällen eine Hierarchie. Und daher lässt sich auch nur in den seltensten Fällen eine Struktur übertragen.

Geschäftsidee für umme #4

Donnerstag, 15. Juli 2010

Genauer gesagt geht es eigentlich um einen Nebenverdienst. Alles was man dazu braucht ist eine bereits bestehende Seite, für die man sich einloggen muss, mit einem bestehenden Kundenstamm. Also je mehr je besser natürlich.

So ein Login das könnte ja auch mal nicht richtig funktionieren und dann sagt man einfach dem Nutzer “Falsches Passwort”. Ja was macht der geneigte Nutzer dann? Probiert halt ein anderes aus seiner gedanklichen Liste. Und wenn er 3 - 5 Passwörter benutzt hat, dann lässt man ihn halt doch durch.

Jetzt hat man also Nutzerdaten und einige Passwörter…. Also da muss sich doch was draus machen lassen… Da gibt es doch bestimmt Interessenten. Ich mein, jede banale Kreditkartenfirma verdient mit meinen Einkaufsdaten noch ein zweites Mal… *hüstel*

Für Selbstständige - freiwillige Arbeitslosenversicherung

Freitag, 9. Juli 2010

Wer wie ich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichert ist, sollte dort die ganze Entwicklung im Auge behalten. Denn die Bundesregierung hat mittelfristig eine Erhöhung aufs vierfache beschlossen.

Mehr Infos bei Gründungszuschuss.de

Freitagsweisheit

Freitag, 9. Juli 2010

Schlussendlich wird es dann doch immer nur so gut, wie derjenige, der für Pflege und Aktualität verantwortlich ist, Bock hat.

Konzepter lehnen sich weit raus. Heute: Zwei Typen Coder

Montag, 5. Juli 2010

Es gibt ja in einem Projekt noch mehr Leute als Konzepter (ja, ist so). Und da sind zum Beispiel die Techniker.

Nach der enormen Beliebtheit der Grafik zum Selbstverständnis der Agenturen kommt hier die nächste tiefschürfende Erkenntnis:

Es gibt zwei Typen Coder!

Technikertypen

Der Cowboy-Coder benutzt Frameworks oder gleich direkt PHP (oder CouchDB oder jQuery oder was weiß ich wie die Dinger heissen), kotzt über Typo3, lässt vielleicht noch drupal durchgehen, arbeitet auch zu unorthodoxen Arbeitszeiten ganz normal, findet Templatesbasteln langweilig (weil es so nervig ist, die nachher den neuen Gegebenheiten anzupassen, die man einfach nicht mitbedacht hat/wissen konnte), lernt eine neue Sprache indem er sie ausprobiert, ist tödlich gelangweilt von Projektenden wenns an die Details geht und hat daher eine Abschlussschwäche, installiert gerne mal schnell ein Bugfixing-Tool, hat schon die 17te Idee für ein Wordpress Add-on (angefangen), legt einfach mal los, geht nach getaner Arbeit mal mit auf ein Bier.

Der Farmer-Coder liebt fertige Systeme wie Typo3 (oder noch verstiegeneren Kram), verwendet gerne und häufig den Satz “das muss man halt dann noch anpassen” oder “da gibts bestimmt schon ne Extension” oder beide Sätze zusammen, geht um Punkt 6, wünscht sich mehr Struktur in der Agentur, hält marketingorientierte Grafiker oder Konzepter für Außerirdische, ihm graust jetzt schon vor dem Aufwand wie sein System diese albernen Ideen umsetzen soll, lernt eine neue Sprache indem er einen Kurs macht oder erst mal ein Buch liest, arbeitet am Schluss selbst den kleinsten Task noch perfekt aus, benutzt ein Bugfixing-Tool, findet seinen Wordpress-Blog schon ganz schön freaky und extrovertiert, ist fest davon überzeugt, dass in einem Projekt immer erst mal ein Schritt sauber abgeschlossen sein muss bevor der nächste anfängt, geht nach getaner Arbeit gerne mit auf ein Bier (wenn man ihm 2 Wochen vorher per Outlook eine Einladung geschickt hat).

Geschäftsidee für umme #4

Dienstag, 15. Juni 2010

Das Problem: Seit Jahren ist man ja gelangweilt von all den Bela Rethys und jetzt auch noch Klinsmännerns die Fußballspiele kommentieren. Erstens sagen die meistens nur was man eh schon sieht und wenn sie Euphorie entwickeln, dann irgendwie immer falsch.

DIE Geschäftsidee schlechthin: Fußballkommentar für Frauen (und solche die es werden wollen). Da gehts dann nicht um den Namen des Vereins, wo der Paraguayanische Stürmer seit 3 Monaten spielt und welchen lustigen südamerikanischen Pokal die gewonnen haben. Sondern da gehts darum, was für ein Sternzeichen der ist, auf was die so bei der Ernährung achten, aus welchem Stoff die Leiberl sind, mit welchem Sternchen der verbandelt oder sogar verheiratet ist, was die Gerüchteküche dazu sagt, ob der Ort wo er spielt vielleicht ein paradiesisches Urlaubsdomizil am Meer ist, ob er Kinder hat und wenn ja, ob er sich drum kümmert. Sozusagen der Gala-Kommentar. Mit cross-selling-Potential, jede Menge Produktnennungen möglich.
Das ist dann so ein bisschen wie früher, als man seine Spiele noch auf dem ORF angekuckt hat, wo Euphorie, Sachkunde und Redeschwall einfach anders angelegt waren.
Und zum Schluss des Spiels stehen wir dann alle vor der Glotze und plärren: Trikottausch, Trikottausch,… (also natürlich nicht!)

Der größte Mann der Welt

Donnerstag, 27. Mai 2010

Tja, da könnte man denken, ich rede mal wieder selbstverliebt von mir. Tu ich aber zur Abwechslung nicht!

So viel Zeit muss sein:

Secret Garden Video Series: The Tallest Man on Earth from hoovesontheturf (sarahana) on Vimeo.

Toller Blog nebenbei: Hooves on the turf

Vorlagen für Kunden - Abnahmeprotokoll

Dienstag, 25. Mai 2010

Da arbeitet man und arbeitet man, bittet um Abnahme und dann schickt der Kunde eine Mail mit drei Wörtern (”bitte online stellen”) und das wars dann. Um diesen Missstand etwas auszugleichen haben wir jetzt eine kleine Vorlage für Kunden erstellt, die sie dann bitte in Zukunft benutzen. Danke für ihre Unterstützung.
(Man muss ja auch auf seine Mitarbeiter kucken. Vor allen Dingen wenn man selber sein einziger Mitarbeiter ist.)

Lieber Herr Maierl, … ich kann nicht umhin… mir fehlen die Worte. Natürlich war es mir von vorne herein klar, dass Sie ein Genie sind. Dieser Ruf eilt ihnen nicht nur voraus. Das sagt zu wenig. Denn dieser Ruf ist omnipräsent. Sie sind das Internet. Und dieses Konzept von Ihnen, das auf unsere Bedürfnisse passt, wie der zarte Schuh an den Fuß einer wunderschönen Frau, wie die Wellen, die sich leicht mit dem Sand verbinden und ein kilometerlanges Strandparadies schaffen.
Ihre Zeilen, ihre wunderbar klaren und logischen Strukturgedanken und ihre scheinbar plastischen Seitentypen berühren mich wie ein Frühlingsgedicht von Rimbeaud, ein Pinselstrich von Manet oder eine Balletsuite von Tschaikowsky. Sie berühren mein Herz, meinen Kopf und ich möchte sogar so weit gehen… ja, meine Seele.
Meine Hände zittern, Tränen stehen mir in den Augen und meine Kehle bringt kein Wort heraus. Darum bringe ich nur diese wenigen Zeilen zu Bildschirm. Und wenn ich jetzt sage “Die Version 1.0 des Feinkonzepts ist abgenommen.” dann drückt das nicht im Ansatz die tiefe Dankbarkeit aus, die ich empfinde, dass SIE, ja ausgerechnet SIE, dieser Pionier, dieser Frei- und Schöngeist sich herablässt auf mein profanes Niveau und für meine Belange einsteht. Danke, danke, danke!

_____________________________ (Hier unterschreiben)

(dieser Post ist nur und ausschließlich für Flo)

Gesetz #3 der Konzeption: Die invertierte Weltsicht

Montag, 3. Mai 2010

So als Konzepter, da misst man ja gerne mal mit zweierlei Maß.

Erstens weiß man natürlich, woher auch immer, seeehr genau wie es eigentlich gehen müsste. Dass das mitunter weder von einer Zahl, noch einer Empirie noch sonst irgendwas, das über die eigene Erfahrung hinaus geht, belegt ist… Ist halt so. “Der Trend geht eindeutig Richtung…”. Oder man hat auch wirklich alles gelesen und durchschaut. Beschäftigt sich Nachts mit der Theorie und Tags mit der Praxis. Man kennt auf jeden Fall für jeden und alles die beste oder zumindest bessere Lösung.

Zweitens ist es mit Kunden nicht immer leicht. Denn die haben - die trauen sich da ziemlich was - eigene Vorstellungen. Die wollen z.B. Punkte auf der Hauptnavigation, die an sich gegen jede Regel verstoßen. Die wollen lieber die großen statt die kleinen Bilder, lieber Grün statt Blau, lieber Bild- statt Textteaser. Und - man kann da jetzt nicht um den Brei rumreden - da werden schon auch mal Entscheidungen gefällt, die so direkt nicht von Steve Krug oder Jakob Nielsen abgesegnet würden. Dann kommt auch noch die Technik dazu. Die wollen oder können oder dürfen die spritzige Idee nicht umsetzen. Und dann ist da eh viel zu wenig Zeit und Geld und alles. Darum sind halt manche Auftritte so geworden wie sie sind. Nicht zwingend schlecht. Aber auch kein Meisterstück.

Und jetzt zur Gesetzmäßigkeit:
Eigene Seiten bewertet der Konzepter grundsätzlich nach Regel 2. Die Seiten anderer Konzepter grundsätzlich nach Regel 1.
Oder sagen wir nicht “grundsätzlich”. Sagen wir lieber “gerne”.