Krake raus!
Vor zwei Monaten haben wir uns mal überlegt, Google Analytics aufgrund seiner etwas dubiosen Datensammelwut gegen was anderes einzutauschen (Siehe: Tausche Goldfisch gegen Krake). Wir haben uns in diesem Zusammenhang für Piwik entschieden. Es ist bei weitem nicht das einzige Tool, das für die privaten Zwecke (und wahrscheinlich auch für einen Großteil der professionellen) mehr als ausreicht. Hier gibt es eine ganz gute Übersicht von Alternativen.Wir probieren Piwik gerade auch bei einem ziemlich großen Projekt aus. Was dabei raus kommt werden wir hier sicher posten.
Zwei Monate lang haben wir uns jetzt beide Tools nebeneinander angekuckt und man muss ehrlich zugeben: Analytics ist schon noch einen Tick komfortabler. Insbesondere das Dashboard von Piwik und seine mehr oder weniger vorhandene Übersichtlichkeit sind gewöhnungsbedürftig. Deutlich komfortabler ist die Benutzung mit einem der vorhandenen Desktop-Tools. Anfangs hab ich da den Piwik Connector benutzt aber Desktop Web Analytics ist das weit bequemere, übersichtlichere und detailliertere Tool (Screenshots). Es kann sogar etwas, das das online-dashboard nicht kann (was wirklich verwunderlich ist): einen bestimmten Zeitraum für die Auswertung auswählen. Im online-dashboard kann man nur Tage, Wochen oder Monate auswählen. Wenn ich mir für Piwik was wünschen dürfte, wäre das eine Exportfunktion in z.B. csv. Eventuell gibt es die allerdings auch schon in der umfangreichen Plugin-Datenbank. Muss man halt dran bleiben. Was mich gleich zum nächsten Punkt führt:
Will man Piwik nutzen muss einem bewusst sein, dass man es bei sich installiert hat, d.h. es gibt regelmäßige updates, die man auch ausführen sollte. Das kann auch mal im 3-4 Tagesrhythmus passieren (Siehe changelog). Es ist halt work in progress und gerade mal eine Version 0.5.4. Und es gibt Berge von Plugins. Die können auch mal nur alpha-Status haben. Es ist also auf jeden Fall mehr zu tun. Wobei mir das ganz recht ist. Und wenn man es einmal komfortabel für sich eingerichtet hat, dann passts ja auch meistens.
Wenn man übrigens einmal ein Piwik auf einem Server eingerichtet hat, kann man damit beliebig viele Internetauftritte tracken. Es muss also nicht überall neu installiert werden. Man braucht nur einen neuen Codeschnipsel, den man einbaut. Bei Blogs, die auf Wordpress basieren, geht das mit dem entsprechenden Plugin ratbatz (Plus Übersicht im WP-Dashboard. Hab ich allerdings noch nicht getestet.).
Einen “netten” Nebeneffekt hat Piwik auch noch. Pro Tag gibts genau einen Visitor mehr als bei Google Analytics. Sozusagen geschenkt. Und mehr visitors… das wollen wir doch alle.
Die aktuelle Version des Handbuchs für Konzeption als PDF zum downloaden.
04.01.2010 um 11:57
Ich hatte mal Mint (http://haveamint.com/) benutzt. Das war auch ziemlich komfortabel (und sogar schick). Vorteil auch: Man kann z.B. auch “live” sehen, wieviele User sich im Moment gerade auf der tummeln, und wo sie sich gerade auf der Site befinden. Bei GA bekommt man ja die Daten nur 1x täglich mit ca. 24Std verzögerung. Allerdings muss das Teil soweit ich weiss für jede Domain neu registriert/installiert werden…
05.01.2010 um 21:18
Seit der vorletzten Version (so in etwa) hat das Piwik auch so ein Live Visitor Plugin. Gibts auch im Desktop Tool.
20.01.2010 um 10:04
[...] In der letzten Zeit landete immer wieder das Thema Tracking bei mir. Es ging los mit dieser ganzen Geschichte um Google Analytics. War ja ein allgemeines Thema und wir haben uns dann auf jeden Fall entschlossen umzusteigen. [...]