Geschäftsidee für umme

Mittlerweile ist es ja auch in (gedruckten) Zeitungen ziemlich üblich geworden, in Artikeln Internetadressen anzugeben. Warum also betreibt nicht gerade eine Tageszeitung einen URL-Shortener (wie: bit.ly, tinyurl.com, is.gd). Bestimmt gibt es noch irgend eine Domain in der großen, weiten Welt, die zweistellige Adressen zulässt und das Kürzel “SZ” frei hat.

Auf der verlinkten Seite selbst könnte man dann nochmal den Artikel anbieten und man sogar Werbung schalten. Also irgendwie wäre da allen geholfen. Der Artikel wäre online, die Page Impressions gingen in die Höhe, Werbung wäre (ziemlich gezielt) schaltbar und ich müsste nie wieder “www.regierung.mittelfranken.bayern.de/aufg_abt/abt1/abtdsa10.htm” abtippen um zu Informationen der Regierung von Mittelfranken über Google Street View (warum eigentlich Mittelfranken?) zu bekommen. Oder mir “synchronousobjects.osu.edu” merken wenn ich zu einer ziemlich eingestiegenen Seite will, die so eine Art Choreografie-Datenbank darstellen soll. Oder um zu zitieren:

Wer im Netz synchronousobjects.osu.edu aufruft, streift durch zerklüftete Bewegungslandschaften, die filigran gedrechselte Lichtbögen wie Brücken überspannen. Ein Stab von Pixel-Ingenieuren hat hier selbst Cunninghams ambitioniertes Motion-Capture-Verfahren ausgestochen. Forsythe schwebt nicht weniger als eine virtuelle Tanzbibliothek vor, die kompositorische Akte zerlegt und damit einerseits unseren Blick für deren Organisationsmuster schärft, andererseits eine Rekombination der Bausteine ermöglicht.”
(Aus: Süddeutsche Zeitung, 08.08.09)

Eine Antwort zu „Geschäftsidee für umme”

  1. 3680» Blogarchiv » Geschäftsidee für umme #2 sagt:

    [...] der lustigen Reihe “Geschäftsidee für umme” gibts heute mal wieder was für die Zeitungen dieser Welt, die im Internet so übel [...]

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