Das Lied vom verschollenen Feed
Da blättere ich gedankenverloren meinen heise-news-feed durch und lese auf einmal:

Ja pflanzt denn der schwarze Ritter auf einmal Möhrchen am Wassergraben der feindlichen Burg? Möchte man sich fragen. Auch Google bietet zu diesem Suchbegriff noch einen Link aber in Wirklichkeit ist er verschwunden.
In Summe geht es aber um einen ziemlich interessanten Punkt: das Gesetz über Internetsperren ist zwar vom Bundestag beschlossen und nach minderwichtigen rechtsstaatlichen Bedenken vom Bundesrat doch “einmütig” bestätigt (womit wir dann übrigens “auch Anschluss an zivilisierte Länder gefunden hätten“), die Verträge mit den fünf größten Providern sind geschlossen. Aber irgendwie ist es dann auf einmal im administrativen Gewusel stecken geblieben. So tut das Wirtschaftsministerium anscheinend das Seine dazu das Gesetz zu verzögern, die SPD ist sich immer noch gar nicht einig. Frau Zypries meint auch es könnte sowieso zu Verzögerungen kommen. Die EU soll nämlich auch noch was dazu sagen. Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Wolfgang Hoffmann-Riem hat außerdem generell noch Zweifel. Und aus August wurde September und vielleicht bald Oktober. Dann ist da ja auch noch so eine Wahl… Und die Diskussion geht weiter.
Nebenbei bemerkt: Schon mal das geplante Stopp-Schild gesehen? Ich vermute es wird etwa den gleichen Effekt haben wie der Hinweis auf jeder DVD, dass dieser Film erstens eigentlich immer nur einer Person gleichzeitig und schon gar nicht auf Bohrinseln, in Schulen und in anderen üblichen Gemeinschaftsräumen gezeigt werden darf. Und zweitens: wer den Film kopiert bekommt eine süße Frau und drei noch süßere Kinder zu seinem Gefängnisaufenthalt geschenkt. Na da lassen sich die ein, zwei (5 werdens ja doch nicht) Jahre doch aushalten. (Man nennt das übrigens: “drastisch aber humorvoll“)
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