Ich, offline – Heute: Der Glascontainer (3)

Mein liebster Glascontainer 3
Der Unterschied zwischen einem Glascontainer und dem Internet ist der (fast) unbegrenzte Platz. Vor einer Terabyte steht heute niemand mehr staunend, eher vor dem Berg an Daten, die er/sie da drauf vergraben hat in – hoffentlich – schlauen Strukturen.
Diese Unbeschränktheit ist Nachteil und Vorteil zugleich. Der Nachteil ist da u.a. die schon besprochene Findbarkeit von Daten. Amazon hingegen nutzt diese unendliche Erweiterbarkeit als Vorteil für Privatleute und erlaubt das Einstellen von eigenen Artikeln. Was der Internethändler da betreibt nennt man heute fachmännisch “The long Tail” oder auch zu deutsch: “Der lange Schwanz“, nach einem Buch von Chris Anderson, indem er beschreibt wie das Nischengeschäft sich durch das Medium Internet entwickelt. Insbesondere, da Amazon die Produkte nicht mal mehr lagern muss. Das übernimmt ja der einzelne Händler brav zuhause. Und alle haben damit eines erkannt, was die Menschheit schon vor Jahrtausenden wusste: Kleinvieh macht auch Mist.

Der Glascontainer ist leider nicht skalierbar und es gibt keine Möglichkeit an Peaks wie Silvester mal schnell einen Container dazu zu schalten. Geschweige denn, dass irgendjemand an seinem generierten Content noch irgend ein Interesse hätte. Da kann man dann nur hoffen, dass der User sich so verhält wie von Amazon auch erwünscht und seinen Müll brav daheim lagert. Oder einen Container weiter fährt. Was Amazon gar nicht passen würde.

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